Stadtachter zur Kieler Woche 2020

Ein Ruderboot auf dem Wasser mit 9 Frauen und Männern an Bord

Der Germania-Achter (Enya (Steuerfrau), Daniel, Flo, Chris, Katrin, Anna, Eike, Julia und Rebecca, v.R.) auf dem Weg zur Startlinie an der Blücherbrücke

Trotz Corona haben in diesem Jahr die Mixed-Achter der Kieler Rudervereine in der Kieler Woche am 9. September um den großen Zinnpokal gekämpft. Die Kieler Woche kehrte 2020 in der Zeit vom 5. bis 13. September zu ihren Wurzeln zurück. Der Segelsport stand im Fokus. Das passte das traditionelle Stadtacherrennen gut ins Programm.

Nach dem Corona-Lockdown durfte in der Germania Anfang Juni in allen Bootsklassen wieder gerudert werden. Auch wenn sich zu dem Zeitpunkt noch keiner so recht vorstellen konnte, dass in diesem Jahr ein Achterrennen gefahren werden dürfte, motivierte Daniel die letztjährige Achtermannschaft wieder in das Riementraining einzusteigen. Schnell meldeten sich die ersten wackeren Ruder:innen an. Als eine Woche später die 1. Vorsitzende über die Planungen des Kieler-Woche-Büros für eine stark verkleinerte Kieler Woche mit einem Stadtachterrennen berichtete, stieg die Motivation und das mehrmalige wöchentliche Training nahm Fahrt auf.

Die Mannschaft wächst zusammen

Im Laufe der Zeit wuchs die Mannschaft auf 10 Personen und das Training übernahmen die ehemaligen Leistungssportler Enya, Skadi und Dennis. Auch wenn die Achtermannschaft nicht immer vollzählig zum Training kommen konnte, es musste kein Termin ausfallen, zur Not wurde auf den bewährten Riemen-Gig-Vierer ‘Hagen’ ausgewichen. Mit jeder Woche wuchs die Stabilität im Boot, das ‘Stellen’ klappte zunehmend besser und auch das gleichzeitige Setzen der Riemenblätter konnte sich sehen lassen. Nur die ersten Belastungseinheiten zeigten ganz deutlich, für ein volles Renntempo über 1.000m reichte die Kraft noch nicht. Die Mannschaft ließ sich hiervon nicht entmutigen und intensivierte das Training. Der Starttermin rückte immer näher.

Das Rennen kommt

Die Schüler und Studenten durften nach den Corona-Regeln leider nicht im Achter rudern (mehr als eine Kohorte). Das Starterfeld dezimierte sich auf drei Boote: RG Germania, EKRC und ARV. Das Wetter war den Achtern wohlgesonnen. Der Wind legte sich und pünktlich zum Start kam die Sonne raus, ideales Fördewasser beim Start aufgrund des früheren Sonnenuntergangs bereits um 18:30 Uhr. Zum Anfeuern und Daumendrücken gesellten sich einige Ruderboote aus den Vereinen an das Regattafeld, lief doch in diesem Jahr der Ruderbetrieb bei den Vereinen weiter und musste nicht wie sonst den Seglern die Förde überlassen werden.

Blieben die Achter nach dem Start noch nahe beieinander, zog der EKRC in der zweiten Hälfte des Rennens schließlich so weit davon, dass er mit etwa ¾ Bootslänge Vorsprung vor dem ARV ins Ziel kam. Die Germania landeten auf dem dritten Platz.

Die Siegerehrung anders als sonst

Zur Siegerehrung versammelten sich die Aktiven und Zuschauer aus den Vereinen Corona-bedingt mit nötigem Abstand auf der Wiese vor dem Bootshaus des EKRC. Aus den Händen der Ratsherren Wohlfarth und Schüller sowie dem EKRC-Vorsitzenden Bernd Klose nahm die zweitplazierten ARVler die Kieler-Woche-Plaketten 2020 und die Sieger vom EKRC die Pokale entgegen.

Das traditionelle Freibier beim ARV auf Einladung der Vorjahressieger fiel den geltenden Corona-Auflagen zum Opfer.