Frauen-Doppelvierer nur von China geschlagen

In Olympia-Form präsentierte sich der deutsche Doppelvierer der Frauen. Im Finale wurden Frieda Hämmerling (RG Germania Kiel), Carlotta Nwajide (DRC Hannover), Daniela Schultze (RC Potsdam) und Franziska Kampmann (RV Waltrop) nur von China geschlagen.

China brachte sich mit einem überlegenen Auftritt in die Rolle des Gold-Favoriten für Tokio. Wie erwartet zeigten die Chinesinnen einen starken Start und ruderten mit einem Start-Ziel-Sieg zu Gold. Dahinter folgten die Deutschen mit den Niederländerinnen. Auf den dritten 500 Metern mussten die Niederländerinnen abreißen lassen und verloren den Anschluss. Das italienische Quartett wollte den Deutschen die Silbermedaille noch streitig machen. In einem intensiven Schlussspurt konnte das deutsche Boot jedoch eine halbe Sekunde vor den Italienerinnen die Ziellinie überqueren und somit die erste deutsche Medaille des Tages erringen.

Die Umstellungen im deutschen Vierer, der nun in der Weltcup-Gesamtwertung führt, zahlten sich aus. “Wir sind besser gerudert als in den letzten Wochen”, sagte die auf den Schlag zurückgekehrte Frieda Hämmerling. “Ich denke, dass wir auch so sitzen bleiben.”

Im Interview resümierte Frieda Hämmerling nach dem Rennen: “Es war hart und anstrengend, aber wir sind wieder besser gerudert als die letzten Wochen. Und dadurch macht die Anstrengung dann auch mehr Spaß.” Die Frauen vom Bundesstützpunt aus Berlin kehren nun mit Silber im Gepäck zurück nach Deutschland.

Die traditionsreiche Regatta wurde wegen der Corona-Pandemie zwar nicht in allen Bootklassen mit der kompletten Weltelite ausgetragen, dem Anspruch als echte Generalprobe für die Olympischen Spiele aber dennoch gerecht. Großbritannien und China waren mit jeweils drei Siegen die erfolgreichsten Nationen in der Schweiz.

Frauen-Doppelvierer beim Weltcup II in Luzern (Schweiz) vom 21. bis 23. Mai 2021

Bild 1 von 6

Text: rudern.de, Fotos: DRV/Seyb